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Ursprung der Vereinsgründung im Februar 2005 war die drohende Insolvenz von KOJA e. V., eines relativ großen Trägers der Jugendhilfe in Dresden.
Einige von uns waren im Wohnprojekt „Bumerang“ in der Suchtarbeit tätig.
Im Frühjahr 2005 ging der Träger des Wohnprojektes dann tatsächlich in Insolvenz, so dass einige der Jugendlichen, plötzlich auf der Straße saßen, obwohl sie dringend weitere Betreuung benötigt hätten. Und auch die Mitarbeiter standen vor dem Aus.
Doch damit wollten wir uns nicht abfinden, denn es war unbedingt notwendig weiterzumachen.
Wir haben zunächst mal viele Jungendliche ehrenamtlich betreut.
Die Jugendlichen nicht im Stich zu lassen und die begonnene Beziehungsarbeit weiterzuführen war uns ein wichtiges Anliegen.
Dann reifte immer mehr die Idee innerhalb des gegründeten Vereins ein innovatives Konzept zu erarbeiten und ein eigenständiger, unabhängiger freier Träger zu werden.
In Dresden und Umgebung gab es kein anderes Projekt, das sich für Jugendliche mit Suchtproblematik in Kombination mit psychischen Störungen in dieser Weise einsetzt.
Wir hatten Kontakt zu der Drogenentzugsstation für Jugendliche in Arnsdorf.
Von dort wurde immer wieder gesagt, dass in Sachsen dringend eine Jugendwohngemeinschaft notwendig sei, die darauf spezialisiert ist diesen Jugendlichen eine Integration in die Schul- und Arbeitswelt zu ermöglichen.
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Nach der Gründung des Vereins sind wir dem paritätischen Wohlfahrtsverband beigetreten und erhielten somit die Anerkennung als freier Träger. Besonders zeitaufwendig war es auch, Stiftungsanträge zu schreiben und Konzepte auszuarbeiten und prüfen zu lassen.

Schließlich musste ganz pragmatisch ein passendes Haus, das wir mieten konnten, gesucht werden. Dieses wurde in Arnsdorf gefunden.. Allerdings war es ein totaler Sanierungsfall. Durch die Mithilfe der zahlreichen freiwilligen Helfer, ohne die wir das nie geschafft hätten und die unglaublich viel Zeit investierten, wurden die ersten drei Wohneinheiten für die Klienten saniert. Unter anderem musste die komplette Elektrik im Haus erneuert werden oder es gab Auflagen des Brandschutz und des Bauamtes, die für eine Nutzung als Wohnprojekt erfüllt werden mussten. Für die gesamte Aufbauphase hatten wir die ganze Zeit so gut wie gar kein Geld und waren gezwungen verschiedenste Finanzquellen ausfindig zu machen. Wir haben Spenden gesammelt, vor allem auch Sachspenden, Möbel, Tapeten, Handtücher... einfach alles konnten und können wir immer noch gebrauchen. Einiges der gespendeten Dinge konnten wir in regelmäßigen Abständen auf dem Flohmarkt verkaufen, was uns wiederum kleine Erlöse einbrachte. Wir haben sogar nebenbei Wohnungsauflösungen durchgeführt, um Sachspenden und Geld für den Verein aufzutun.

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Seit April 2007 arbeitet panta rhei e. V. an der Reintegration von jungen süchtigen und suchtgefährdeten Menschen im Alter von 14 bis 25 Jahren. Wir sind ein Wohn-, Schul- und Beschäftigungsprojekt, das nach einem Modulsystem arbeitet. Je nach den individuellen Bedürfnissen des Jugendlichen können so verschiedene Bereiche genutzt werden.

Es gibt in Sachsen gute Drogenprojekte, aber das besondere bei uns ist die Spezialisierung auf Jugendliche, die einerseits in das Umfeld der Suchtproblematik fallen andererseits aber auch unter psychischen Störungen leiden. In den meisten Fällen kommt ja beides zusammen. (wir haben nicht nur, aber auch solche Plätze). Ziel bei Jugendlichen mit psychischen Störungen ist, die Krankheit nicht weiter Fortschreiten zu lassen und sie wieder in ein Leben in der „normalen“ Gesellschaft zu integrieren. Viele würden sonst in der Psychiatrie oder in Behindertenwerkstätten landen und sich nicht selbst finanzieren können. Sie sollen durch unsere Initiative stabilisiert werden und optimaler Weise eine Ausbildung machen.